KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Dorfner, Otto
255×340
1930
DE
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Book cover
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Zum Einband:

Ganzfranzband Schwarzes Maroquinleder; glatter Rücken; über beide Deckel und den Rücken laufende Vergoldung aus sich teilweise überschneidenden Linien, die auf den Deckel- und den Innenkanten weitergeführt sind; Buchstaben des Titels auf Vorderdeckel und Rücken aus mehreren, parallel laufenden Goldlinien gebildet; Kopfgoldschnitt, handgestochenes Kapital; Spiegel und fliegendes Blatt japanisches Holzfurnier. Schuber mit Leder eingefasst und mit dunkelbraunem Büttenpapier überzogen.

Anmerkung: Mein Vater hat 1937 bei Otto Dorfner in Weimar ein Praktikum absolviert.

Buddha

Zum Inhalt:

BUDDHA Auswahl aus dem Palikanon

Mit Buchschmuck von Marcus Behmer.

Ex. Nr. 215 von 251 auf Zanders-Bütten. Brandus’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin, 1922.

Eigene Leiderfahrung und alte Weisheit bringen Buddha Siddhartha Gautama zur Erkenntnis und zur Ausformulierung seiner Lehre, dem Dharma. Die vorliegende Auswahl aus dem Pali-Kanon ist die älteste zusammenhängend überlieferte Sammlung von Lehrreden des Buddha.

Zum Künstler: Otto Dorfner wurde 1910 durch Henry van de Velde an die Grossherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule Weimar berufen. Von 1919 bis 1922 lehrte er als «Werkmeister der Buchbinderei» am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Später machte er sich selbstständig, arbeitete aber weiterhin für das Bauhaus. Dorfner führte einen eigenen Verlag für Grafikeditionen und bibliophile Ausgaben.

Ab Mitte der 1920er Jahre fertigte die Werkstatt Otto Dorfner in Weimar fast sämtliche Einbände für die Pressendrucke der ebenfalls in Weimar ansässigen Cranach-Presse von Harry Graf Kessler. Otto Dorfner unterrichtete an seiner privaten Schule für Kunstgewerbliche Buchbinderei über die Jahre hinweg mehrere Hundert Schüler. So prägte er fast ein halbes Jahrhundert lang die deutsche Einbandkunst und setzte neue Massstäbe. Sein mit handwerklicher Meisterschaft verbundenes künstlerisches Geschick hat ihn zu einem der markantesten deutschen Buchbinder gemacht. Kennzeichnend für Dorfner ist die Gestaltung von Lederbänden mit ausgeklügelten Schriftentwicklungen und geometrischen Linienkompositionen, ein Stil, der als «Linienstil» oder «Dorfner-Stil» bezeichnet wird.