KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Mathieu, Monique
160×104
1988
FR
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Book cover
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Zum Einband:

Ganzfranzband Leporello an Fälze gehängt; türkisfarbener Titel «à la chinose» auf drei braune Lederstreifen als Auflage am Rücken verteilt; türkisfarbenes Büffelleder mit Auflagen aus schwarzem und grauem Schlangenleder und braunem, teilweise abgeschliffenem Leder, betont mit Punktmuster; Naturschnitt, handgestochenes Seidenkapital; Spiegel schwarzes Glattleder mit ähnlichen Auflagen wie Deckel, fliegendes Blatt schwarzes Veloursleder. Halblederchemise mit türkisfarbenem Büffelleder, mit schwarzem geprägten Papier (Linson) überzogen und mit türkisfarbenem Veloursleder gefüttert; schwarz geprägter Rückentitel.

Schuber mit türkisfarbenem Leder eingefasst und mit gleichem Papier wie Chemise (Linson) überzogen.

Il suffirait

Zum Inhalt:

Lucien Scheler: Il suffirait

Mit Farbradierungen, Reliefprägungen und Collagen von Bertrand Dorny.

Ex. Nr. 72 von 85 der limitierten, von Autor und Künstler signierten Originalausgabe.

Edition Claude Blaizot, Paris, 1987. Der kurze und eher makabre Text auf gerade einmal zwei Seiten handelt vom Sand, der bei trockenem und heissem Wind im Süden Frankreichs den Felsen «sandstrahlt» und die Überreste von herumliegenden Tierknochen peitscht. Für den Menschen fehlt Wärme und eine Umarmung.

Zur Künstlerin: Schon als Kind war Monique Mathieu fasziniert von Papier und Haptik. Ihre Mutter war Amateurbuchbinderin. Nach einem Kunstgeschichtsstudium lernte Monique Mathieu das Buchbinden und eröffnete 1957 in Paris ihr eigenes Atelier. Ihre Gestaltungen sind inspiriert von der Natur oder von Buchstabenformen. Mit Reliefs, Vertiefungen und Einschnitten entwickelt sich eine attraktive Haptik. «Ruhige Kühnheit» und «poetische Vorstellungskraft» haben Monique Mathieu an die Spitze der französischen Einbandkunst gebracht.

Die Anziehungskraft des Buches in der Einfachheit seiner physischen Elemente paart sich mit Mathieus ausgeprägtem Gespür für Poesie und Malerei. Die Ehe mit dem Dichter André Frénaud (1907–1993) befruchtete dies zusätzlich. Bis zu ihrem Tod 2024 war sie selbst als Verlegerin von Lyrik tätig.