KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Devauchelle, Roger
198×269
1952
FR
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Book cover
Book detail 1
Book detail 2
Book detail 3
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Zum Einband:

Ganzfranzband Antrazithschwarzes Ziegenleder, Dekor auf Vorder- und Hinterdeckel, teils auch über Rücken laufend, aus flammenförmigen Tiefprägefeldern und schmalen Silberlinien, ergänzt mit kleinen Gold-Dreiecken und blinden kleinen Quadraten, Goldlinie auf Steh und Innenkanten, ebarbierter dreiseitiger Goldschnitt, handgestochenes Kapital, Spiegel und fliegendes Blatt aus dunklem Buntpapier, Schuber mit ledergefasster Öffnung, mit gleichem Buntpapier überzogen, ausgefüttert mit Velourpapier.

Choix de Poésies

Zum Inhalt:

Arthur Rimbaud: Choix de Poésies

Mit 28 Kaltnadelradierungen (je zwei) von Hermine David

Persönliches Ex. für Mme Creuzevault von insgesamt 190 Ex. auf chiffon d'Auvergne mit einer vorne mitgebundenen Suite von drei Originalen: 2 Bleistiftzeichnungen und ein Lavis (einfarbig mit verdünnter Tusche)

Édition d'Omphale, Paris 1946

Zum Künstler: Roger Devauchelle war Buchbinder und Einbandhistoriker. Sein Vater fiel im Ersten Weltkrieg noch vor seiner Geburt, und Roger Devauchelle musste bereits im Alter von zwölf Jahren die Schule verlassen, um selbst seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er hatte eine Leidenschaft fürs Zeichnen und für Bücher und lernte in Amiens Buchbinden.

Während seines Miltärdienstes in Paris lernte er Georges Lahaye kennen, der ihn für die Einbandkunst begeisterte. Später wurde er im Zweiten Weltkrieg verwundet und gefangen genommen. Er nutzte die Zeit in der Gefangenschaft, um seine Ausbildung mit der Unterstützung eines Mitgefangenen zu vervollkommnen. Devauchelle konnte fliehen und schloss sich der Widerstandsbewegung in den Landes im Südwesten Frankreichs an, wo er auch sein erstes Atelier eröffnete.

Zwei Jahre später zog er nach Paris. Zur Perfektionierung seiner Techniken und zum Erfassen der Details zerlegte er hochwertige Einbände und erweiterte seine Fähigkeiten um Handvergolden und Goldschnittmachen, indem er sich von besten Fachleuten beraten liess. Dank seines kompromisslosen Strebens nach Perfektion wurde er schliesslich «Meilleur ouvrier de France» für Einband, Vergolden und Goldschnitt.