KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Bonet, Paul
197×277
1950
FR
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Book cover
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Zum Cover:

Ganzfranzband Dunkelblaues Maroquinleder, orange und weinrote Kalblederauflagen in floralen Formen auf Vorder- und Hinterdeckel, dazwischen Nachthimmel, dargestellt mit kleinen goldenen Sternen und Punkten. Titel und Jahrzahl auf Rücken in Gold. Handgestochenes Kapital und dreiseitiger Goldschnitt. Spiegel und fliegendes Vorsatzblatt aus weinrotem Velourleder, allseitig schmal eingefasst mit rotem Maroquinleder, Spiegelseite bord-à-bord. Halbleder-Chemise mit schmaler Lederschiene, Überzug aus dunkelblauem Buntpapier, ausgefüttert mit braunem glatten Leder. Auf Rücken gleiche Vergoldung wie auf Einband.

Les Poésies

Zum Inhalt:

Stéphane Mallarmé: Les Poésies mit einem Frontispiz von F. Robs, Ex. Nr. 17 von 50 auf Japon Impérial, von total 150 Exemplaren, Édition Chez Edmond Deman, Bruxelles, 1899

Stéphane Mallarmé beschäftigt sich in seiner Dichtung mit der Idee, dass Sprache und Poesie eine tiefere Bedeutung und Schönheit transportieren können, die über das Offensichtliche hinausgeht. Er betont die Bedeutung des Unausgesprochenen und des Andeutenden, wodurch er die Grenzen der traditionellen Form und Struktur der Poesie herausfordert.

Zum Künstler: Paul Bonet war Elektrikerlehrling, ehe er in die Hutmacherei seiner Mutter eintrat und als Modellbauer von Schaufensterpuppen aus Holz arbeitete. Die Buchbinderei, die ab 1924 zu seinem Beruf wurde, entdeckte er erst 1920. Paul Bonet konzentrierte sich ausschliesslich auf das Entwerfen der Einbände und liess die Arbeiten von exzellenten Handwerkern ausführen. «Das Dekor eines Einbandes muss eine dekorative Synthese des Buches sein, der Einband soll die Seele des Buches ausdrücken.»

Er verstand sich als Künstler. Sein Werk wurde einerseits von Bibliophilen geschätzt, anderseits war es durch seine Entwürfe für Verlagseinbände der breiteren Öffentlichkeit bekannt. 1950 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.