KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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de Gonet, Jean
115×160
1983
FR
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Book cover
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Zum Einband:

Halblederband Rücken dunkelgraues Boxcalf, zwei Heftbänder aus bronzefarbenem Kalbleder durch die Deckel gezogen, aufgesetzte Deckel aus schwarzer Hartpappe, ohne Einschläge. Überzogen mit rostfarbenem Nubuckleder, Ebenholzriegel mit Metallösen auf Vorderund Hinterdeckel entlang dem Rücken montiert, an der Vorderkante schmale Ebenholzschiene; feines Lederkapital, ebarbierter Schnitt, Bord-à-bord-Vorsatz aus gleichem bronzefarbenem Kalbleder, fliegendes Blatt schwarzes Büttenpapier, braune Halblederchemise mit moosgrünem Velourleder gefüttert, Deckelüberzug bräunliches Papier, goldgeprägter Rückentitel, Schuberöffnung mit schwarzem Leder eingefasst, Überzug bräunliches Papier.

Peintures

Zum Inhalt:

Henri Michaux: Peintures

Ex. Nr. 393 von 550 auf Velin blanc

Editions G.L.M. Paris 1939 Sieben poetische Texte mit 16 seltsamen Gouachen von Geisterfiguren und monströsen Köpfen, die nicht wirklich der Zeit entsprechen. Michaux befand, dass Bildkunst nicht auf eine einfache Nachahmung der Realität beschränkt sein kann, sondern das Ziel war – ähnlich wie Paul Klee oder Max Ernst – den Weg zu einer imaginären Kunst und der Erforschung der inneren Welt zu beschreiten.

Seine Arbeit als Maler wird heute gefeiert, insbesondere seine grossen Tuschezeichnungen.

Zum Künstler: Jean de Gonet richtete schon während seiner Zeit im Internat sein eigenes Atelier ein und erwarb sich erste Fachkenntnisse. Nach Abschluss der höheren Schule und Militärdienst fand er 1971 seine erste Anstellung als Buchbinder im Service Historique de la marine. Zwei Jahre danach ermöglichten ihm Aufträge eines berühmten Sammlers die Gründung eines eigenen Ateliers. Durch die Ausstellung einiger Einbände im Centre Pompidou 1977 wurden Buchhändler und Kuratoren auf seinen neuen Stil aufmerksam und luden ihn 1978 ein, zusammen mit Monique Mathieu und Georges Leroux zeitgenössische Einbände der jungen Generation zu präsentieren. Seine erste Einzelausstellung fand 1982 in der Librairie Giraud-Badin statt.

Auf Wunsch des Centre Pompidou entwarf er 1985 eine Bibliotheksbindung mit PU-Deckeln. Diese liess er patentieren und arbeitete fortan mit sechs Mitarbeitern für viele grosse Bibliotheken. 1987 erhielt er den Prix National des Métiers d’Arts.