KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Creuzevault, Henri
220×281
FR
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Book cover
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Book detail 2
Book detail 3
Book detail 4

Zum Einband:

Ganzfranzband Ockerbraunes Kalbleder, mit grossflächigen Ledereinlagen in verschiedenen Brauntönen, auch über Rücken; auf Vorderdeckel vier gewinkelte Beine als schwarze Lederauflagen, vorne und hinten je 4 grosse Lederpunkte aufgelegt, teils mit mit Goldkreis umrundet. Rückentitel handvergoldet. Handgestochenes Kapital, dreiseitiger Goldschnitt. Spiegelseite mit breitem Ledereinschlag, mittig hellbraunes Velourleder mit schwarzem 6 mm breitem Lederrand, fliegendes Vorsatz aus hellbraunem Velourleder. Chemise mit Rücken und Schienen aus braunem Ziegenleder, Überzug aus.

Les Chansons de Bilitis

Zum Inhalt:

Pierre Louys: Les Chansons de Bilitis übersetzt aus dem Griechischen, mit 36 Farbillustrationen von Sylvain Sauvage, in Holz geschnittenen von Pierre Bouchet. Ex. Nr. 273 von 297 Exemplaren, gedruckt auf vergé Montval ivoire. Editions Chez Sylvain Sauvage, Paris, 1927

"Les Chansons de Bilitis" ist eine Sammlung von fiktiven Gedichten, die angeblich von der antiken Dichterin Bilitis stammen. Die Gedichte schildern Bilitis’ erotische Erlebnisse und ihre Beziehungen zu Frauen und Männern, wobei Themen wie Liebe, Verführung, Leidenschaft und Verlust im Mittelpunkt stehen. Das Werk ist bekannt für seine sinnliche, oft explizite Darstellung von Sexualität ist ein bedeutendes Beispiel für die Ausinandersetzung mit erotischen.

Zum Künstler: Henri Creuzevault war der ältere, 1905 geborene Sohn von Louis Creuzevault. Er trat nach kurzer Ausbildung in den 1920er Jahren in die väterliche Werkstatt ein, wo schon sehr bald wunderbare Einbände seine Signatur trugen. Sein jüngerer, 1912 geborener Bruder Louis-Claude kam 1933 dazu.

1936 zog sich Vater Louis zurück und die Firma hiess nun «Creuzevault frères». Allerdings starb Bruder Louis-Claude schon 1937, und Henri führte die Buchbinderei allein weiter. Von 1940 bis 1960 entstanden die schönsten und exklusivsten Einbände der Zeit. Seine Entwürfe wurden von den besten Handwerkern umgesetzt.

Neben dieser Tätigkeit betrieb er eine Galerie, der er sich ab 1959 ausschliesslich widmete.