KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Dinkelacker, Kurt
240×305
1990
CH
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Book cover
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Zum Einband:

Ganzfranzband Rotes, grob genarbtes Maroquinleder, auf beiden Deckeln ein großer MIttelrahmen mit Ornamentstempeln, Rücken mit vier kräftigen Bünden und handvergoldetem Titel im zweiten Bundfeld, in den übringen Bundfeldern Karrées mit mehrteiligem Jugenstilstempel, Kopfgoldschnitt, handgestochenes Seidenkapital. Innenkantenvergoldung, allseitiger eingeschlagener und vertieft eingesetzter dunkelblauer Seidenspiegel, fliegendes Blatt mit gleicher Seide.

Schuber mit ledergefasster Öffnung, mit Molton gefüttert, mit grauem Romabütten überzogen. Perfekte klassische Handarbeit.

Les Lettres de mon Moulin

Zum Inhalt:

Alphonse Daudet: Lettres de mon Moulin

Mit 69 Farbradierungen von Valentine Dupré Ex. Nr. 180 von 412 auf Vélin de Rives

Se trouve chez l'Artiste, Paris 1944 Daudets "Lettres de mon Moulin" ist eine Sammlung einfacher Geschichten, die auf unterhaltsame Weise das Leben einiger Menschen im Süden Frankreichs beschreiben.

Zum Künstler: Kurt Dinkelacker wuchs in Winterthur auf. Er absolvierte eine Lehre als Buchbinder, und führte später die elterliche Kartonage- und Buchbindefirma in Winterthur. Nach seiner Heirat (seine Ehefrau war Romande) zog er 1967 nach Lausanne, wo er als technischer Direktor bei Mayer & Sutter SA arbeitete. Vermutlich in den 1970er Jahren machte er sich selbstständig und betrieb ein eigenes Buchbindeatelier mit wenigen Mitarbeitern und Lehrlingen. Neben regelmässigen Übersetzungen für die Fachzeitschrift «Bindetechnik» engagierte sich der versierte Experte bei Einführungskursen für Gehilfen und Meisterprüfungen im gestaltenden Handwerk sowie als nebenamtlicher Fachlehrer.

Es wird kolportiert, dass er ein «unmöglicher» Arbeitgeber und selbst ein «besessener» Schaffer war.

So überrascht es nicht, dass er wohl oft auf einer Matratze in der Werkstatt übernachtete, wo er auch verstarb.