KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Durvant, Lucient
140×186
2003
FR
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Book cover
Book detail 1
Book detail 2
Book detail 3
Book detail 4

Zum Cover:

Ganzfranzband Rotes Maroquinleder mit reichem Decor auf Deckeln und Rücken mit mehreren Goldinien-Rahmen mit Eckfleurons und Blumenzweigen mit Lederauflagen in 5 Farben. Unbeschnittener Buchblock, Kopfgoldschnitt, handgestochenes Kapital. Spiegel mit dreiseitigem Rand-Zierband goldgeprägt und durchgehendem Vorsatz aus Marmorpapier. Doppelgoldlinie auf Stehkanten und Häubchen. Einfacher Schuber mit ledergefasster Öffnung und überzogen mit Marmorpapier.

Sanguines

Zum Inhalt:

Pierre Louÿs: Sanguines mit 22 handcolorierten Aquarelles, Nr. 45 von 50 Exemplaren auf Papier Hollande, Bibliothèque Charpentier, Paris, 1903

Es handelt sich um eine Sammlung von erotischen Gedichten und Prosa, die sich mit Themen wie Liebe, Begierde und der Sinnlichkeit des Körpers auseinandersetzt. Louÿs verwendet eine poetische und oft sinnliche Sprache, um die komplexen Emotionen und Erfahrungen der Liebe darzustellen. Die Texte sind geprägt von einer Mischung aus Ästhetik und Erotik, wobei der Autor die Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens thematisiert.

Zum Künstler: Lucien Durvand machte sich durch seine aussergewöhnliche Handwerkskunst einen Namen und schuf Werke, die von Eleganz und technischer Raffinesse geprägt waren. Er begann seine Karriere in einer Zeit, in der das Interesse an kunstvoll gestalteten Bucheinbänden in Frankreich stark wuchs. Durvand eröffnete eine Werkstatt in Paris und spezialisierte sich auf luxuriöse Bucheinbände. Seine Werke waren oft reich verziert, was zu dieser Zeit besonders gefragt war, und zeichneten sich durch einen klassischen Stil aus, der oft von historischen und traditionellen französischen Einbandtechniken beeinflusst war.

Durch seine Hingabe und Liebe zum Detail erlangte Durvand grossen Respekt und Anerkennung in der Kunstwelt und trug zur Renaissance der Einbandkunst in Frankreich bei.

Lucien Durvands Einfluss auf die Buchbinderei ist auch nach seinem Tod 1924 spürbar geblieben, und seine Werke sind heute bei Sammlern weiterhin sehr geschätzt.