KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Miguet, Jean-Paul and Colette
288×390
FR
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Book cover
Book detail 1
Book detail 2
Book detail 3

Zum Einband:

Rotbraunes Maroquinleder, auf Vorder- und Hinterdeckel grosse Rautenmuster als Lederauflagen mit gekrispeltem Leder in hellbraun, mittelbraun, dunkelbraun und weiss, wenig auf Rücken greifend, glatter Rücken ohne Bünde, aber mit goldenen Grossbuchstaben des Autors. Dreiseitiger Goldschnitt und handgestochenes Kapital. Lederfalz, Spiegel und fliegendes Vorsatz aus hellgrauem Wildleder. Chemise mit Lederrücken und gleicher Titelprägung, Lederschiene, Überzug aus Holzpapier, ausgefüttert mit dünnem beigem Filz. Schuber mit ledergefasster Öffnung und überzogen mit Holzpapier.

Madrigaux, Sextines, Ballades, Sonnets, Chants

Zum Inhalt:

François Pétrarque: Madrigaux, Sextines, Ballades, Sonnets, Chants Mit 28 Original-Radierungen nummeriert und signiert, sowie farbigen Aquatinten von Pierre Yves Trémois. Nr. 37 von 138 Exemplaren, gedruckt auf Vélin teinté de Montval, Edition "Les Cent Bibliophiles", Paris 1958, aus der Bibliothek von Robert Delmas, vgl. Exlibris. In seinem lyrischen Werk erforscht Pétrarque die Komplexität der Liebe, insbesondere der unerfüllten Liebe. Insgesamt spiegeln seine Werke eine tiefe emotionale Resonanz und eine innovative Verwendung der poetischen Form wider, die ihn zu einem der einflussreichsten Dichter.

Zu den Künstlern: Jean-Paul und Colette Miguet gehören zu den besten Buchbindern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie waren von 1951 bis 1981 aktiv. Jean-Paul wurde nach seinem Studium in Bucheinband, Dekoration und bildender Kunst an der École Estienne in Paris 1944 in die Werkstatt der Bibliothèque nationale aufgenommen, wo er Colette traf, die dort Bindearbeiten und Restaurierungen ausführte. 1951 richteten sie zusammen ihre eigene Buchbinderei im rückwärtigen Teil der Buchhandlung La Renoncule in Paris ein. Ihre handwerklich hochwertigen Arbeiten reichen von rein klassischen Einbänden bis zu zeitgenössischen Kreationen.

Sie waren überzeugt, dass der Buchbinder mit seiner Einbandgestaltung niemals in Konkurrenz zu Autor oder Illustrator treten solle, sondern nur Grafik und Farben mit aller Perfektion interpretieren dürfe.