KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

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Cretté, Georges
200×263
1935
FR
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Book cover
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Zum Einband:

Ganzfranzband Dunkelblaues Maroquinleder, mit horizontalen Gold- und Blindlinien vom Vorderdeckel über 4 kräftige Bünde auf den Hinterdeckel laufend. Tropfen- und punktförmige sowie blumenartige Auflagen mit rotbraunem, dunkelbraunem und beigem Leder, eingefasst mit Goldlinien. Autor und Titel handvergoldet in zweites und viertes Bundfeld. Dreiseitiger Goldschnitt, handgestochenes Kapital. Spiegel mit breitem Lederrahmen um Mittelfeld aus rehbrauner Moiré-Seide, blinde Quadrate und goldene Punkte auf Lederrand, fliegendes Vorsatz aus gleicher Seide, die Seiten 2 und 3 aus bläulichem Buntpapier. Chemise mit Rücken und Schiene aus etwas dunklerem blauen Maroquinleder, erhabene Bünde, Überzug aus Buntpapier, ausgefüttert mit beigem dünnem Schafleder. Solider Schuber, Öffnung eingefasst mit dunkelblauem Leder.

La Vie Amoureuse de la Belle Hélène

Zum Inhalt:

Gérard D'Houville: La Vie Amoureuse de la Belle Hélène Mit farbigen Holzschnitten von Carlègle, Nummer 75 für Monsieur Lindé der Gesamt-auflage von 130 Exemplaren für die Société Normande du Livre Illustré, 1932, in Rouan.

D'Houville erzählt von den romantischen Abenteuern der Protagonistin Hélène. Der Roman beleuchtet ihre Suche nach wahrer Liebe, die von leidenschaftlichen Begegnungen und Enttäuschungen geprägt ist. Gleichzeitig thematisiert er die gesellschaftlichen Normen, die ihr Liebesleben beeinflussen. D'Houville bietet eine fesselnde und nachdenkliche Erzählung über die Facetten der Liebe.

Zum Künstler: Georges Cretté war ein sehr versierter Handwerker. Er wurde am Ende seiner Ausbildung an der École Estienne von dem berühmten Buchbinder Marius Michel entdeckt und als dessen erster Mitarbeiter eingestellt. Nach Michels Tod 1925 wurde er sein Nachfolger.

Mit der Zeit löste sich George Cretté vom Einfluss seines Meisters und entwickelte seinen eigenen Stil, der sich ab etwa 1930 bei allen seinen Arbeiten durchsetzte: Einfachheit statt Effekthascherei. Er legte Wert auf genaue, perfekte Arbeit, immer mit passendem Leder und im richtigen Farbton. Stil und Perfektion entwickelten sich laufend weiter.