KUNST AM BUCH

Kunst am Buch

Close
Peller, Hugo
255×330
1965
CH
Close
Book cover
Book detail 1
Book detail 2
Book detail 3
Book detail 4

Zum Einband:

Ganzfranzband Anthrazitfarbenes Maroquinleder; handvergoldeter Titel auf glattem Rücken; auf beiden Deckeln Lederauflagen in Rot und Grau, teilweise mit Silber geprägte Punktegruppen, zwei über Deckel und Rücken laufenden weissen Linien als Lederauflage; Handvergoldung auf Deckelkanten und Häubchen; gepunzter Silberschnitt am Kopf, handgestochenes Kapital; Spiegel hellbeiges Roma-Bütten, fliegendes Blatt schwarzes Bugra-Bütten. Halblederkassette mit Titelprägung in Gold.

Besuch der alten Dame

Zum Inhalt:

Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame

Mit 20 farbigen Originallithografien von Hans Falk. Ex. Nr. 118 von 149 auf Vélin Rives. André und Pierre Gonin, Lausanne, 1964.

In diesem Klassiker macht Dürrenmatt deutlich, dass man mit Geld fast alles erreichen kann. Die tragische Komödie schildert, wie sich eine Gruppe von Bürgern in Güllen von nur einer Person, der sehr wohlhabenden alten Dame, mit Geld bestechen lässt. Dadurch kann sie an ihrem früheren Geliebten, Alfred Ill, der sie schnöde im Stich liess, Rache nehmen.

Zum Künstler: Hugo Peller wurde 1917 als Sohn eines Buchbindermeisters in Solothurn geboren, wo er 1934 auch seine Buchbinderlehre begann. Schon damals galt sein Interesse dem Kunsthandwerk. Nach der Lehre folgte ein Arbeitsaufenthalt in Strassburg. Nach dem Aktivdienst im Zweiten Weltkrieg verhalf ihm der renommierte Schweizer Buchbinder Altermatt in Paris zu Arbeit und Schule. An der École Estienne konnte er bei angesehenen Lehrern seine Fähigkeiten in Einbandtechnik, Vergoldung und Dekoration deutlich erweitern. 1946 zurück im eigenen Atelier in Solothurn, profitierte er von der intensiven und bereichernden Zusammenarbeit mit der Vereinigung Oltner Bücherfreunde. Daneben wirkte er von 1946 bis 1967 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Solothurn und gab verschiedene Abendkurse. Ab 1955 war er Mitglied der Vereinigung MDE – Meister der Einbandkunst, wirkte dort auch im Vorstand mit, auch gab er Vergoldekurse.

Nach dem Konkurs von Joseph Stemmle wurde Hugo Peller 1978 als neuer Leiter an das Centro del libro in Ascona berufen.